Marcel Hirscher: „Endlich wieder Skifahren“

Nach acht skifreien Monaten ist Marcel Hirscher in den Skihallen von Zoetermeer, Niederlande, und Wittenburg, Norddeutschland, auf Schnee zurückgekehrt. Sein Resümee: „Ich habe jeden Augenblick genossen.“
Zurück auf Schnee
„Meine ersten Skitage in Zoetermeer und Wittenburg haben sich anders angefühlt als vor einem Jahr. Ich habe die Zeit gebraucht, um meine Knieverletzung wirklich vollständig auszukurieren und meine körperliche Fitness auf das Niveau zu bringen, das ich mir vorstelle“, erklärt Marcel Hirscher. Und fügt hinzu: „Nach acht skifreien Monaten und den ersten Einheiten in der Skihalle kann man natürlich noch nicht viel sagen, aber man kriegt ein Grundgefühl. Das war positiv – endlich wieder Skifahren.“

Diesen Flow nimmt Marcel Hirscher mit: „Ich möchte die Umfänge beim Kraft- und Ausdauertraining auch in nächster Zeit noch beibehalten. Fürs Skifahren sind wir in nächster Zeit auf vorhandene Trainingsmöglichkeiten angewiesen und entscheiden flexibel und kurzfristig, wann und wo es weitergeht.“

Skihalle mit neuer Perspektive
In Bezug auf Skihallen nimmt Marcel Hirscher ein Umdenken wahr. „Früher war das fast befremdlich, in eine Halle Skifahren zu gehen. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn in Zoetermeer die ganze Halle vor lauter Kindern wuselt, die dort Skifahren lernen, um bei uns Winterurlaub machen zu können, ist das schon inspirierend. Die holländische Skibegeisterung entsteht zu einem Teil auch in den Skihallen.
Und zum Einstieg in die Vorbereitung, speziell im Slalom, wenn die Bedingungen überall unsicher sind, ist die Halle in Wittenburg eine großartige Möglichkeit. Wahrscheinlich gab es auch bei den ersten Tennishallen eine gewisse Skepsis: Ich kann mir gut vorstellen, dass das Konzept Skihalle auch in unseren Breiten in Zukunft ein Thema werden wird.“


Sommer der Entwicklung
Nicht nur für den Skirennläufer Marcel Hirscher war es ein Sommer der erfreulichen Entwicklungen, auch für den Unternehmer. „Familie, zwei Unternehmen und ein Comeback nach fünf Jahren Pause unter einen Hut zu kriegen, das war ein Lernprozess für mich. Es gibt ja auch niemanden, den ich fragen könnte: Wie hast du das gemacht? – weil die Konstellation so einzigartig ist.“ Inzwischen habe sich alles gut eingespielt, das neue Headquarter von VAN DEER-Red Bull Sports in Scheffau im Tennengebirge sei der Gamechanger. „In den ersten Jahren waren wir auf fünf Standorte verteilt, jetzt sind alle unter einem Dach und ich sitze für Meetings viel weniger im Auto: Diese lassen sich jetzt zum Teil auch mit anschließenden Trainings-Sessions in der Firma verbinden."


