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Es ist Ort und Zeitpunkt eines der inspirierendsten Ski-Comebacks: 1.133 Tage nach seinem schweren Sturz in Copper Mountain und einem jahrlangen, schmerzvollen Weg zurück steht Max Franz wieder am Start einer Weltcupabfahrt! „Alles, was ich auf mich genommen habe, hat sich gelohnt.“

Sturz, beide Unterschenkel gebrochen, Nerv durchtrennt. „Du wirst nicht mehr Skifahren können, schmerzfrei gehen wäre schon ein Erfolg“, sagten Ärzte Max Franz damals, vor mehr als drei Jahren, als er mit zwei Gipsbeinen im Rollstuhl saß. Das war der initiale Moment für ein  Comeback, an das außer ihm selbst lange Zeit kaum jemand glaubte. „Ich wollte zeigen, was der menschliche Körper imstande ist und was möglich wird, wenn man an sich glaubt“, sagt er am Tag vor seinem Comeback-Rennen im Weltcup.

Rennstrecken sind archaische Speichermedien. An Ski-Orten des Geschehens ruft sich in Athleten – im Guten, wie im Schwierigen – durchlebte Emotion unwillkürlich als  Erinnerung auf. Auch in diesen Momenten liegen Sieg und Niederlage sehr knapp beieinander. Kaum jemand kennt dieses Gefühl so gut, wie Max Franz. Seit seinem folgenschweren Trainingssturz hat er Barriere um Barriere überwunden. Zuletzt die herausforderndste – die Unglücksstelle in Copper Mountain selbst: Er scheiterte im ersten Anlauf an der ÖSV-internen Qualifikation für den Speed-Saisonauftakt in Beaver Creek, doch er bezwang den Berg und die Piste. Wieder ein kleiner, großer Erfolg entlang dieser schier endlosen Heilungsreise.

Aufgeben? „War oft eine Option“, gibt Max Franz zu. Erst vor ein paar Tagen wieder, bei der ersten Besichtigung der „Saslong“:

"Von diesen inneren Hürden habe ich so viele genommen: Aus dem Rollstuhl steigen. Gehen lernen. Das erste Mal auf Skiern. Das erste Mal springen. Auf normalen Stufen einer Treppe bin ich gestanden, als wären sie ein 20-Meter-Abgrund. Und dann habe ich mich jedes Mal wieder überwunden.“

Zuletzt als Vorläufer für die erste Abfahrt in Gröden: „Mental schon ein Thrill. Aber das System weiß, wenn´s zählt.“ Lohn der Selbstüberwindung: Eine respektable Fahrt, eine imponierende Zeit – und „ein Grinser bis über beide Ohrwaschln schon bei der Zieldurchfahrt“, sagt Max Franz. Endlich der erste Start im Weltcup: „Auf dieses  Ziel habe ich jetzt drei Jahre hingearbeitet. Es ist erreicht. Das neue Ziel ist, ein gutes Rennen zu fahren: Ich bin zurückgekommen um zu bleiben!“

Nach der verpassten Quali-Chance in Amerika flog er heim und trainierte. Zuletzt auch Riesentorlauf gemeinsam mit Marcel Hirscher. Die Buddys aus Jugendtagen verbindet viel. Aktuell nicht nur ihre Mission bei VAN DEER-Red Bull Sports, sondern auch, dass sie mit ihren 36 Jahren ein Zwei-Mann-Fight-Club auf dem Weg zurück in den Skiweltcup sind.

Bei Max Franz ist es jetzt so weit. Im Unterschied zu Copper Mountain kehrt er nicht an eine Unglücksstelle, sondern an einen Ressource-Ort zurück: „Gröden: Hier habe ich meine erste Top-5-Platzierung geholt, das Hoch von 2016 bis 2018 mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen, ist auch noch in mir gespeichert. Gleichzeitig fühlt es sich an, als wäre ich zum ersten Mal hier – ein gutes Gefühl“, sagt Max Franz am Tag vor seinem Weltcup-Comeback. Es ist die Rückkehr eines stillen Helden, die Bewunderung verdient. 

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