Zwei Buddys aus dem Baltikum bei VAN DEER-Red Bull Sports

Selbst für Kinder der Alpen ist der Weg an die Weltspitze des Skisports eine Lotterie des Lebens: Nicht jeder Traum findet den Weg nach oben. Wie Tormis Laine aus Estland und Andrej Drukarov aus Litauen es geschafft haben, ist Stoff fürs Ski-Kino. Zwei Buddys, ein Team – und jetzt eine gemeinsame Zukunft bei VAN DEER-Red Bull Sports.
Otepää in Estland ist Heimat großer Töchter und Söhne des nordischen Sports. Es gibt zwar ein paar kleine Skigebiete dort, als Weltcup-Skirennläufer ist Tormis Laine (25) daheim dennoch ein Unikat. Im WM-Winter will der Technik-Spezialist mit bisher 52 Weltcup-, sechs Olympia- und acht WM-Starts „Taten sprechen lassen“.
Vilnius, die Hauptstadt Litauens, liegt auf 100 Metern Seehöhe. „Bei uns gibt es keine Skikultur, niemand in meiner Familie ist skigefahren“, erzählt Andrej Drukarov (27). Als Kind zog er von Litauen in die Schweiz, erst mit zehn Jahren lernte er Skifahren. Im Gelände, im Park, irgendwann fuhr er die ersten Rennen. „Weit hinten begonnen und mich nach vorne gekämpft.“ Ernsthaft zu trainieren begann Andrej mit fünfzehn im Sportgymnasium von Tarvisio. Als Mitglied des B-Kaders von Suisse Ski, später als Teil eines Privatteams fand er Anschluss im internationalen Skirennsport. Sein klares Ziel für die neue Saison: „Im Riesentorlauf Top-30 der Welt zu sein“.
Tormis und Andrej, die beiden Buddys aus dem Baltikum, verbinden neben ihren ungewöhnlichen Ski-Karrieren, ein gemeinsamer Traum, ein Privatteam und ab sofort dieselbe Skimarke.

Wenige Tage nach der Verpflichtung der Amerikanerin Paula Moltzan als erste Athletin im Team, freut sich Marcel Hirscher über die Neuzugänge aus Estland und Litauen. Was der Wechsel in sein Team für sie bedeutet, darüber sind sich Tormis und Andrej einig: „Diese Professionalität, die Liebe zu jedem Detail, die Legenden, die dort arbeiten – und dieser einzigartige Spirit: Das ist wirklich beeindruckend.“ Genau diese Professionalität und Liebe zum Detail erlebte Andrej Drukarov beim Boot Fitting im Headquarter von VAN DEER-Red Bull Sports in der Scheffau.
Die Ruhe vor dem ersten Schwung
Noch ist Zeit, ehe die geballte Balten-Power wieder als Weltcup-WG lebt. Tormis genießt die Ruhe daheim in Otepää, einfache Abläufe mit kurzen Wegen: „Mein Tag startet mit einer Abkühlung im Teich. Ich wohne nur 150 Meter vom Sportplatz und 200 Meter vom Kraftraum entfernt. Die Abende verbringen wir als Familie, mein Vater grillt, ich spiele mit dem Hund. Ideal, um aufzutanken, ehe es gemeinsam mit Andrej wieder auf Schnee geht.“ Das ist im Juni so weit.

Davor ist noch Zeit mit den Partnerinnen eingeplant. Tormis (der im Winter in Götzens in Tirol wohnt) besucht seine Freundin auf Hawaii; Andrej begleitet seine Freundin nach seinen letzten Uni-Prüfungen im Juni für eine Woche nach Südafrika. Und danach? „Kann ich es kaum erwarten, das neue Material auf unterschiedlichen Bedingungen zu testen.“, sagt Tormis Laine.

